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Winterzeit – Die kleine Schneeflocke


   Dez 10

Winterzeit – Die kleine Schneeflocke

Draußen wird es winterlich. In den Vorgärten werden Büsche und Bäume mit Lichterketten geschmückt. In den Fenstern hängen Weihnachtsbilder oder sogar ein Lichterbogen steht auf der Fensterbank. Ein gemütliches Lichtermeer, wenn man durch die Straßen geht oder mit dem Auto vorbei fährt.

Die Weihnachtsmärkte öffnen ihre Pforten. Eine Wolke mit angenehmen Düften, wie man sie zur Weihnachtszeit kennt, liegt in der Luft. Die Menschen sind dick in Jacken und Mäntel gepackt, ein wärmender Schal um den Hals und Handschuhe damit die Finger schön warm bleiben. Alles wirkt so, wie es jedes Jahr zur Weihnachtszeit üblich ist. Doch eine Kleinigkeit fehlt noch und zwar der Schnee. Durch den ganzen Lichterglanz ist man so geblendet, dass man das Wesentliche was Weihnachten aus macht einen entgeht.

Ich sitze am Fenster, meine Blicke schweifen nach draußen. Es fängt leicht an zu dämmern. In einigen Fenstern ist die Weihnachtsbeleuchtung schon an. Die Bäume sehen so düster aus, in der heran brechenden Dunkelheit. Das Wetter ist kalt und nass, ganz ungemütlich ist es draußen. Wie schön es doch ist im Warmen zu sitzen. Die Welt ist grau, gar nicht wie man es zur Weihnachtszeit gerne hätte in schönem Weiß gehüllt. In meinen Händen halte ich eine Tasse mit leckerem heißen Kakao. Die Hände werden somit noch zusätzlich gewärmt und es gibt ein schönes Gefühl das die nasse Kälte draußen vergessen lässt.

Ich schließe die Augen und nehme einen Schluck von dem leckeren Kakao…

Was kommt denn da oben vom Himmel geschwebt? Oh es ist eine kleine Schneeflocke…

Sie kommt auf meine Fensterbank geschneit. Die kleine Schneeflocke schaut mich an und tänzelt freudig auf der Fensterbank herum. Verträumt schaue ich ihr dabei zu. Plötzlich klopft es am Fenster und ich werde aus meiner Träumerei gerissen. Die kleine Schneeflocke ist es, die an mein Fenster klopft. Ob sie hinein möchte? Aber hier ist es viel zu warm, sie würde sofort schmelzen. Ein nochmaliges Klopfen stoppte meine Nachdenklichkeit. Vorsichtig öffne ich das Fenster…

“Hallo” sagt die kleine Schneeflocke “bitte hab keine Angst vor mir. Deine Gedanken an die weiße Weihnacht haben mich vom Himmel geholt. Wir machen uns im Himmel schon bereit, um allen eine schöne weiße Weihnacht zu bescheren. Hab nur noch ein wenig Geduld, bald ist es soweit” erzählt mir die kleine Schneeflocke.

Sie fängt wieder an zu tänzeln, fliegt höher und höher und ruft ein letztes Mal zu mir: „Geduld, nur Geduld.“
Ich sehe ihr nach, bis sie in den Wolken verschwindet. Ein Lächeln schenke ich ihr und schließe das Fenster.

Meine Augen öffnen sich, ich stelle die Tasse mit dem Kakao aus der ich gerade getrunken habe ab und schaue hinauf in den Himmel. Mir ist es so, als ob eben etwas kleines Weißes vom Himmel gefallen ist… Da dachte ich bei mir: “Geduld, nur Geduld, der Schnee kommt noch rechtzeitig zur Weihnachtszeit!”.

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One Comment

  1. Nicole sagt:

    Die Geschichte ist für alle, die sich eine weiße Weihnacht wünschen. Nur ein bißchen Geduld ;-)

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